Hpa An

Hpa-An

Unsere letzte Station in Myanmar führt uns vom Inle See ganz in den Süden nach Hpa-An. Wir haben in Myanmar echt schon riesige Strecken mit dem Bus zurückgelegt und diese Strecke umfasst jetzt nochmal 12 + 6 Stunden (ufff). 12 Stunden mit dem Nachtbus nach Yangon, von dort 6 Stunden nach Hpa-An. Für die Nacht haben wir zum ersten Mal die Luxus Linie gebucht (22 Dollar p.P.) uhhhh :-)

Luxus VIP Bus MYanmarEigentlich wollten wir die ganze Strecke am Stück durchziehen, aber am Inle See hatte ich die glorreiche Idee, zum ersten Mal seit fast zwei Monaten, einen Burger (bzw. Westernfood überhaupt) zu essen. Nach buddhistischen Regeln ist es, im Nachhinein gesehen, natürlich total logisch, dass durch diese üble Sünde, reinstes negatives Karma meinen gesamten Körper erfüllen musste. Zu mindestens lässt sich so herleiten, wie ich zu meiner ersten _richtigen_ Margendarmproblematik gekommen bin. Da hier Schulmedizin bekanntlich kaum weiter hilft, überlege ich für die nächsten Tage ganz offiziell und höchstfeierlich eine „Qaurter Pounder with Cheese“ Opferungszeremonie abzuhalten. Es müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden, aber gedanklich bin ich schon bei der Planung….. ;-) Danach müsste alles wieder besser werden…

Sun Set MyanmarAus dem obigen Grund, haben wir noch eine Übernachtung in Yangon eingeschoben und ein Hotel aus dem Loose Reiseführer ausgewählt. Vor Ort hieß es dann 45 Dollar für einen wirklich hässlichen Raum…. Aber ich konnte nicht mehr weiter suchen… Es war dringend… Das kommt alles vom Karma!! Jetzt wo ich mich so auskenne, gibt das ganze Leben einen Sinn ;-)

Gut, am nächsten Tag ging es dann ohne Frühstück! weiter nach Hpa-An. Die Landschaft hier ist echt nochmal speziell. Flaches Land und dann überall verteilt hohe spitze mit Grün überzogene Kalkfelsen. Das erinnert mich irgendwie an die Landschaft von „Dragon Ball“ (wer sich darunter nichts vorstellen kann -> auch nicht schlimm). Ich hatte in der Nacht aber wieder so „viele Probleme“, dass die Tour in der Umgebung für mich ausgefallen ist.

Lisa (allein unterwegs):

„Ich wurde morgens um 8:30 Uhr von einem Tuk Tuk abgeholt. Glücklicherweise saßen zwei Franzosen und ein Mädel Merissa aus Malaysia schon drin, so machte ich die Erkundungstour nicht alleine.

Los ging es zu einer Art Tropfsteinhöhle, die man im Dunklen von einer Seite zur anderen durchqueren konnte, die durch und durch mit Buddhafiguren geschmückt und bemalt war.

Umgebung Hpa-AnDie Wege die zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten führen, sind matschige und löchrige Trampelpfade, so kamen wir komplett durchgeruckelt bei der nächsten Sehenswürdigkeit an, einem heiligen Berg, der auf total flachem Gebiet in die Höhe ragt. Drumherum haben sich Mönche eingerichtet, die sich um die Pflege der Anlage kümmern, soweit ich das erkennen konnte. Unser Guide konnte wieder mal kaum ein Wort Englisch und so habe ich zwar viel spannendes gesehen kann aber nicht so viel darüber sagen.

Umgebung Hpa-AnVon Dort ging es zu einer riesigen Grünfläche, welche übersäht war mit Hunderten von einzeln stehenden Buddhafiguren, das sah echt spektakulär aus!

Umgebung Hpa-AnDann gab es noch einen ziemlich hohen Felsen, den man über Treppen in ca 20 min bestiegen hatte und von dort eine wahnsinnige Sicht auf die Umgebung von Hpa-an hatte.

Umgebung Hpa-AnUmgebung Hpa-AnZum Abschluss sollte es noch zu einem kleinen Örtchen gehen, welches man über eine Brücke erreichen kann, die nur zu Fuß oder mit dem Roller überquert wird – da so schmal.

Drüben angekommen schauten wir uns in dem Ort etwas um. Nach einiger Zeit, kam ein Guide an uns vorbei, der uns sagte dass hier rechts dann links, noch mal rechts, dann links und dann links und rechts gehen würden, kämen wir in knapp 30 Min an ein Dorf, wo die Einwohner ganz in weiß Gekleidet seien.

Voller Abenteuerlust entschieden wir uns den Weg zu suchen. Ich hätte nie geglaubt, dass wir mit dieser Links-Rechts-Beschreibung irgendetwas finden aber da lag ich falsch. Nach ungefähr 20 min sah man in der Ferne einen Torbogen. Als wir näher kamen konnten wir kleine weiße Gestalten auf uns zu laufen sehen. Wir hatten das Kayin Dörfchen tatsächlich gefunden.

DSC04809Als wir durch den Torbogen eintraten wurden wir freundlich, von vielleicht 6 Kindern, beugt. Nicht viel später stand ein hübsch gekleideter, nett frisierter Mann vor uns. Wir wurden, in sehr gebrochenem Englisch gefragt ob wir alleine unterwegs seien. Wir bejahten. Nach dem wir uns alle gegenseitig etwas „beschnuppert“ hatten, die Kinder fanden meine blonden Haare ziemlich interessant, kamen wir auf die Idee Kekse, die wir dabei hatten, zu verteilen. Zum Glück hatten Kokko und Blondie (das Franzosenpärchen) eine riesen Packung. Es reichte für jedes Kind. Oh man das war ein Fest. Alle, auch die Erwachsen, haben sich riesig Gefreut. Ja und dann wurden wir von der ganzen Gemeinschaft zum Tee eingeladen. Wir nahmen in eine Holzhütte (Bretterboden mit Bambusdach) platz. Fast alle aus dem Dorf kamen und setzten sich dazu. Ja und glücklicherweise konnte eine Frau ein bisschen Englisch. So erfuhren wir, dass knapp 60 Menschen dort leben, sie Vegetarier sind und sich fast komplett selbstversorgen. Kinder die noch nicht verheiratet sind tragen Weiß und alle haben grüne Armbänder als Zeichen der Zusammengehörigkeit an. Es war wundervoll. Ich wäre am liebsten geblieben.

Kayin Dorf Myanmar Hpa-An weiß gekleidetAls wir uns auf den Rückweg machten, wir alle waren total hypnotisiert von dem grade Erlebten, kam uns unser Guide entgegen. Er hatte sich auf den Weg gemacht uns zu suchen…“ Kayin Dorf Myanmar Hpa-An weiß gekleidetFür die Weiterreise nach Thailand hatten wir geplant von Hpa-An über Myawaddy nach Mae Sot in Thailand auszureisen. Ich kann nur sagen: Überhaupt kein Problem! Oder wie man in Asien sagt: No ploblem, no ploblem! :-) Im Vorfeld wurde der Lisa unnötig Angst gemacht. Jeder Tourist im Land hat gewusst wie gefährlich das wird…. Aber vor Ort war nichts ansatzweise Gefährliches zu erkennen. Was wir aber nicht erwartet haben war, dass der Trip nochmals 4 Stunden dauert und über die schlechteste Straße in Myanmar führt… Was noch überraschender war: die letzten Kilometer vor der Grenze verlief über die beste Straße in ganz Myanmar… Asphalt… :-)

Grenze Myawaddy Mae Sot Myanmar Thailand

2 Gedanken zu „Hpa-An“

  1. Ja wie ist denn die Opferzeremonie ausgefallen Patrick: was hast du geopfert? Und war’s das Richtige? Man kann ja deutlich auf den Bildern erkennen dass Lisa vom Quarterpounderwithcheesekarma verschont geblieben ist. Offensichtlich hatte sie einen ohne Cheese.
    Das sind schon wunderschöne Bilder – vor allem der Busbahnhof beeindruckt mich. Aber Lisa hat ja einen sehr schönen Ausflug gemacht – und man sieht’s auf den Bildern – mit den lieben Kleinen hat sie Spaß gehabt (alle strahlen wie die Honigkuchenpferde).
    Wir wünschen euch noch viel gutes Karma und Patrick viel Erfolg mit der Opferzeremonie.
    Mum and Dad

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