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Dieser Flug hatte es echt in sich. Mittags um 3:00 Uhr gestartet und um 5:00 Uhr morgens gelandet, dazwischen sehr wenig schlaf. Bevor wir die Reise nach Sri Lanka angetreten sind, hatten wir kein Hotel gebucht. Irgendwie hat uns keine Unterkunft in Negombo richtig gefallen (Stadt nahe Colombo Flughafen).

Morgens um 5:00 Uhr hat sich auch herausgestellt warum. Negombo ist keine Augenweide. Es hatte kaum ein Hotel geöffnet und die TukTuk- Fahrer sahen im halbdunklen nicht wirklich vertrauenswürdig aus. Das erste geöffnete Hotel, dass wir finden konnte wollte 65$ und war dafür noch besonders hässlich. Nach einem „OK, we come back later – maybe“ hatte er auch noch eine günstige alternative in der Nachbarschaft für uns – geöffnet ab 8 Uhr.

Dons Bitch

Dons Beach NegonboVielleicht kommt es auf dem Foto nicht wirklich rüber, aber einladend war hier wirklich nichts :-)

Eigentlich hätten wir es gleich wissen müssen in der zweiten Reihe, also weiter weg vom Strand fanden sich ein paar nette Unterkünfte. Beziehbar ab 8 Uhr. Drei Stunden warten… Uff…

Ocean View NegomboBis 15 Uhr haben wir erstmal tief und fest geschlafen.

Ocean View NegomboUnser sehr netter Hotel-Master-Chief empfahl uns: „explore Negombo on your own and don’t trust the guys that want to show you the citiy“.

Downtown sollte 15 Minuten zu Fuß entfernt sein. Nach einer halben Stunden laufen ohne interessante Aussichten,  entschieden wir uns für eine TukTuk Rundfahrt.

Das war letztlich eine super Idee, wir bekamen einen netten Eindruck der gesamten Stadt.

Negombo bietet wirklich interessante Kirchen, Buddhistische- sowie Hinduistische Tempel und auch Moscheen. Und alle Kulturen leben friedlich zusammen.

Den Fischmarkt hätten wir nicht am Nachmittag besuchen sollen. Lisa hat es gerade 10 Sekunden ausgehalten – der Gestank war wirklich extrem. Trotzdem sehr interessant zu sehen.

Um 18 Uhr bin ich absolut fertig ins Bett gefallen und wollte einfach nur schlafen. Lisa hätte gerne noch etwas die Stadt erkundet, aber ich wollte einfach nicht mehr. Kopfschmerzen, Haarspitzenkatarrh und „Rücken“.

Wach um 9:00 Uhr, wach um 12, wach um 2… Es war einfach eine dumme Idee so früh schlafen zu gehen. Wie will man so den Jetlack überwinden ? Um 5 Uhr morgens fährt der erste Bus nach Kandy. Den nehmen wir! Wir nehmen uns vor: Wir bleiben einfach wach…

Tatsächlich aufgewacht sind wir um 9 Uhr…. :-) Ab nach Kandy!!

Kandy!

Busticket nach Kandy im Voraus buchen? Gibt’s nicht. Nun standen wir um 11 Uhr wieder mit all unseren Sachen am Busbahnhof in Negombo. Unser Auftrag war , einfach hinten in der Schlange anstellen und warten bis man dran ist. Alle 30 min kommt ein Bus nach Kandy…

Voller Freude sahen wir, dass am Parkplatz Richtung Kandy keine Schlange war….was ein Glück…

Also wir in den Bus…oh zurück, erst mal wieder raus unsere Rucksäcke passen da nicht rein…

Beim zweiten Versuch wurden wir von lauter Indischer-Pop-Musik begrüßt(echt witzig! ;-)…. die auch die nächsten 4 Stunden laufen sollte…beim Platznehmen wurde das erste Mal so richtig deutlich, welch einen Größenunterschied es zwischen Europäern und Asiaten gibt…Die Busse sind nicht für unsere Größe gemacht… Patrick viel nicht nur wegen seiner Haarfarbe auf, sondern auch weil er locker alle mit einem Kopf überragte. Ab jetzt ging es schaukelnd, ratternd und vor allem hupend im stop and go nach Kandy….

Bus nach Kandy

Nur blöd, dass wir noch kein Hotel gebucht hatten, als wir ausstiegen, wollten uns ungefähr 200 Tuck Tuck Fahrer sonst wo hinfahren und wir wussten nicht wo hin mit uns – Negombo deja-vu- Das passiert uns nicht noch mal.

Nach dem wir bei dem ersten Tuck Tuck Fahrer wieder ausstiegen, weil er uns nicht dahin bringen konnte wo wir hin wollten, fanden wir zu Fuß  eine nette Unterkunft für die nächsten 2 Tage.

Aussicht auf KandyKandy ist wilder, lauter und hektischer als wir es uns vorgestellt haben, aber auf den zweiten Blick findet man unerwartet schöne Ecken.

Heute verbrachten wir den halben Tag im Botanischen Garten….welch eine Pracht! DerFrankfurter Palmen Garten kann einpacken :-)

Mehr Eindrücke von Kandy City, dem Buddha Tempel, Markt und dem Botanischen Garten findet ihr auf den Folgenden Bildern :-) Morgen geht es für uns ins Hochland nach Ella…

 

Angekommen

Eigentlich wollten wir von Kandy aus mit dem Zug nach Ella fahren, da wir bisher nur gute Erfahrungen mit Zügen gemacht haben. Leider sind bis September alle Tickets ausverkauft und die 3. Klasse völlig überfüllt. Das ist sehr schade, denn die Fahrt von Kandy nach Ella soll einer der Schönsten überhaupt sein.

Alternativ haben wir dann den Bus genommen, der sich über zwei Etappen gezogen hat- mit einmal umsteigen in Nuwara Eliya. Der Busbahnhof war echt wieder spannend. Wenn nichts auf Touristen ausgelegt ist, wird schon das finden des richtigen Busses zu einer schwierigen Aufgabe :-)

Im zweiten Bus haben wir dann noch eine nette Reisebegleitung für die nächsten Tage getroffen. Wenn man sich etwas unterhält vergeht die Zeit schon viel schneller…

Angekommen in Ella fühlten wir uns direkt wohl. Hier geht alles etwas ruhiger zu und die Stadt selbst ist mini.

Diesmal (oho…) haben wir unsere Unterkunft im Voraus gebucht und sind direkt dorthin gelaufen. Netter kleiner Raum und riesen Garten – Super. Die Hunde haben in der Nach zwar gebellt wie bekloppt, aber wir schlafen eh wie Steine…. Keeein Proobleeem :-)

Die Landschaft ist sau cool hier und es ist super geeignet um ein bisschen zu wandern. Alles Grün, das Klima nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die letzten Tage haben wir einige Touren unternommen, mehr gibt’s wieder per Bild :-)

Bisher sind wir ziemlich durch Sri Lanka durch gerauscht und jetzt gefällt es uns in Ella richtig gut. Deswegen bleiben wir hier auch 3 Tage und nicht wie geplant nur 2.

Sri Lanka Ella Sun Rise

Aber trotzdem haben wir unsere Pläne spontan geändert und wir fahren morgen in den Yale National Park und machen eine Safari… Elefanten, Leoparden, Krokodile… Wir sind gespannt, was wir zu Gesicht bekommen… :-)

 

 

 

Safari Safari

Auf dem Weg nach Tissa hat sich mal wieder gezeigt, wie extrem sich die Landschaft in Sri Lanka, innerhalb kürzester Zeit, verändern kann. Im Reiseführer, wird das Land, in grob drei Klimazonen unterteilt. In West, Ost und die Mitte (Hochland). Das ist ja schon mehr als wir in Deutschland haben, aber so einfach ist es letztlich doch nicht.

Im Osten war es sehr schwül und warm, die Landschaft recht grün und tropisch (Palmen usw.).

Im Hochland war es mit 16 Grad kalt und es regnet seit Tagen. Ella gehört auch zum Hochland aber dort waren es angenehme 25 Grad. Die Landschaft ist in Beiden Orten sehr ähnlich. Viele Laubbäume und Teeplantagen, zwar auch tropische Pflanzen, aber wenige.

Ich war zwar noch nicht in Afrika, aber die Landschaft rund um Tissa ist genauso, wie ich es mir dort vorstelle. Vereinzelte Bäume, karger rötlicher Sandboden und sehr heiß. Riesige vertrocknete Reisplantagen runden das Afrikagefühl noch ab.

Landschaft Tissa

In Ella hatten wir unsere Safari Tour soweit gebucht und unser Guide Malli hat uns in einem echt super Hotel untergebracht. Anfangs fanden wir den Preis für die absoluten Basic Zimmer etwas hoch, aber letztlich haben wir uns super wohl gefühlt.

Tissa HotelDSC03263

Am Abend quatschten wir mit unserem Hotelbesitzer über die singalesische Küche und in extrem gebrochenem Englisch hat er uns die verschiedenen Gewürze erklärt, was wo rein kommt und wie man ein Curry richtig abrundet. (Wenn man mit Händen und Füßen Gewürze beschreibt, kann das schon sehr lustig werden, wir hatten rießen Spaß) Vielleicht  sollten wir mal einen Kochkurs machen :-)

Am nächsten Tag hat er für uns gekocht und es war wirklich einer der besten Currys auf der ganzen Insel.

Sri Lanka Food

Eigentlich haben wir Fisch Curry bestellt, aber man sieht die typische singalesische Essensweise, ganz viele unterschiedliche Dippen die am Ende nach Belieben zusammen gemixt werden. Sehr Lecker! Achja und wirklich schmecken tut das Essen natürlich nur, wenn man mit der Hand isst! Damit lässt sich alles perfekt vermischen…. Oder so…. :-)

Achja Safari… :-) Die Landschaft im Yala Nationalpark ist wie oben beschrieben sehr trocken und wirkt auf mich afrikanisch. Der Tag war wirklich super und wir hatten extremes Glück. Eine Elefanten Mama mit Kind ist an unserem Geländewagen vorbei geschlendert. Das lag aber auch an unserm super Fahrer, der sich wirklich sehr viel Mühe gegeben hat Tiere aufzuspühren.

Die Tour hat sich für uns wirklich gelohnt, aber trotzdem würden wir den Yala Park zu dieser Jahreszeit nicht uneingeschränkt empfehlen. Den Tieren war es ab ca. 10 Uhr einfach auch zu warm und wir sind eigentlich nur durch die „recht wenig abwechslungsreiche Landschaft“ getuckert. Aber der Entdeckergeist hält einem am Ball, wer findet den Leoparden oder Elefanten… Sehr Lustig

Wir wollten ja eigentlich weiter nach Arugam Bay und haben nicht wirklich die Busfahrpläne beachtet. Dreimal umsteigen und mindestens 5 Stunden Fahrt für eine recht kurze Distanz. In diesem Fall haben wir uns den Luxus gegönnt und sind mit dem Taxi gefahren für einen relativ günstigen Preis – ca. 28€. Zwei Stunden später sind wir Arguam Bay, aber dazu, in den nächsten Tage mehr….