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Mae Sot

Wie gut uns Mandalay gefallen hat ließ sich ja wunderbar an der Anzahl der Bilder messen, die wir von der Stadt gemacht haben. In Mae Sot funktioniert das wieder wunderbar, denn wir haben genau null Bilder. Ich habe gerade nur mal schnell eins von unserem schönen Hotel gemacht, damit wir ein Titelbild haben :-)

Mae Sot hat wirklich nicht viel für Touristen zu bieten und ist auch gar nicht auf uns vorbereitet. In unserem Hotel wurden wir gefragt in welcher gemeinnützigen Organisation wir arbeiten, weil die einzigen Westler die es hier hin verschlägt eben zum Arbeiten kommen. Bis vor einigen Jahren haben sich noch viele Burmesen über die Grenze vor dem Bürgerkrieg in Sicherheit gebracht. Unser Hotel ist auch aus einem gemeinnützen Projekt entstanden und gibt eben diesen Burmesen eine Arbeit. Das Hotel arbeitet laut eigener Aussage „non-profit“. Für 600 Bath (15€ pro Raum) schläft sich es hier sehr gut :-)

Dadurch, dass Myanmar nur wenige Kilometer von hier entfernt ist, lässt sich der Kontrast zwischen den beiden Ländern extrem gut beobachten. Hier in Mae Sot fährt man ziemlich amerikanisch mindestens einen kleinen Truck ab 2 Tonnen. In Myanmar gab es wenige Autos die weniger als 300.000 Kilometer drauf hatten; In Taxis wurden die Rückbänke gegen stoffbezogene Bretterbänke ausgewechselt.

In Myanmar hat mir persönlich die traditionelle Zurückhaltung sehr gut gefallen. Hier sind die Bars die letzten zwei Tage komplett voll, Männer haben die Haare gerne mal Hellblau und Frauenröcke sind wohl auf 20 Zentimeter limitiert.

Es gibt überall Ladenketten, welche wir die letzten vier Wochen vergeblich gesucht hätten, wenn wir denn gesucht hätten.

Leider hatten wir dazu auch noch einen schlechten Start bzgl. Essen… Das Beste hier in Mae Sot gab es im burmesischen Restaurant „Boarderline“ (ebenfalls gemeinnützig).

Irgendwie wünsche ich den Burmesen schon, dass sie ihre Tradition bewahren können und trotzdem fließend Wasser bekommen… Aber der Fortschritt läuft bestimmt anders… :-)

Morgen geht es weiter nach Sukhothai (alte Tempel Stadt der Thai), welche bestimmt besser in unserem Foto Index abschneiden wird. :D

Sukhothai

Sukhothai war die erste Hauptstadt des Thai-Volkes aus denen später, über einige Umwege, Thailand entstand. Von der alten Stadt sind vor allem die Tempel Ruinen übrig geblieben. Gebäude, Wälle und Mauern der ehemaligen Hauptstadt lassen sich nur noch erahnen. Die Tempelanlagen selbst sind jetzt nicht unglaublich pompös und die zentrale Anlage sind wir mit dem Roller in 1 Stunde komplett abgefahren.

Aber auf Wikipedia habe ich gelesen, dass die Reiche aus Bagan und Siam Reap (Angkor Wat) gerade durch ihren wahnsinnigen Bauboom ihren eigenen Untergang vorbereitet haben. Vielleicht war es also auch ganz vernünftig kleinere Tempel zu bauen ;-)

Tempel SukhothaiWir hatten zwei ganze besondere Erlebnisse in Sukhothai und zwar entdeckten wir eine Kreuzung zwischen Kuh und Hase. Wir sind nicht sicher was man mit denen genau macht möglicherweise Hasenbraten und Jogurt. Sehr interessant. Kuh Hasenkreuzung Sukhothai

Außerdem hatten wir ein sehr emotionales Erlebnis während der Bestattung eines Salamanders. Wir wussten nicht wie man einen buddhistischen Salamander begräbt, also haben wir es mal auf unsere Weise versucht. Hoffentlich war das nicht komplett daneben ;-) Salamander Begräbnis Sukhothai

Mittlerweile sind wir seit zwei Monaten unterwegs und während der Busfahrt nach Lampang habe ich mal darüber nachgedacht wie sich das so anfühlt… Aber irgendwie kam ich zu keinem Ergebnis. Der Weg ist das Ziel hatte ich gedacht, aber wenn man wieder 5 Stunden im Bus sitzt ist das eigentlich ausgeschlossen. Wir brauchen ein neues Motto :-)

Wir haben eine super Zeit, sowas wie Langeweile gibt es nicht, wir gestalten jeden Tag einfach so wie es uns gerade passt. Das Leben zuhause ist schon in weite Ferne gerückt. Mal sehen wie das in einem Jahr ausschaut…

Lampang

In unserem Hotel in Sukhothai lag ein Flyer für Busfahrten in zwei Städe aus: Chiang Mai, die sehr bekannte Großstadt im Norden von Thailand und Lampang von dem wir noch nie gehört haben.

Da Lampang auf dem Weg nach Chiang Mai liegt haben wir uns kurzerhand entschlossen zwei Tage dort zu übernachten. Immer der Nase nach und wir haben es wirklich nicht bereut.

Die Stadt selbst ist nicht wirklich groß aber bietet alles was man braucht. Dazu hatten wir noch Glück mit unserer Unterkunft direkt am Fluß.

DSC04959Wir haben uns für die zwei Tage einen Roller gemietet und sind die Umgebung abgefahren. Es gibt dabei kaum etwas interessantes zu erzählen, trotzdem lohnt sich ein Aufenthalt aus unserer Sicht.

Eine Nacht haben wir im Food Market gegessen. In Thailand ist es normal nicht selbst zu kochen, sondern auf dem Markt fertiges Essen in Tüten zu kaufen, um es daheim oder gleich vor Ort zu verputzen.

DSC04967 DSC04968 DSC04969 DSC04970 DSC04971 DSC04972Sonst gibt es auch noch Tempel zu sehen. Die Thais mögen Drachenköpfe das fällt zu den Tempeln in Myanmar und Sri Lanka sofort auf. Auch die Dächer der Gebäude sind speziell geschwungen.

DSC04957

 

Chiang Mai

Die letzten Wochen in Thailand sind wirklich auffällig ruhig. Eigentlich suchen wir für unseren Blog immer kleine interessante Geschichten um das ganze interessant zu gestalten.

Hier in Chiang Mai verhält es sich aber ähnlich wie in den anderen Städten in Thailand. Alles ist so „normal“ für uns. Wir haben schon gesagt, dass der Kulturunterschied hier in Nord-Thailand fast wie zwischen Deutschland und Spanien ist. Alles ist etwas anders, aber trotzdem sehr ähnlich. Das hätte ich nie gedacht.

Für Chiang Mai haben wir uns zum ersten mal eine Unterkunft über AirBnB gebucht. Das nennt sich dann Homestay und bedeutet, dass man eigentlich bei einer Familie oder ähnliches unter kommt.

Anfangs waren wir echt etwas abgeschreckt, als wir das Zimmer gesehen haben. Es ist definitiv das einfachste auf unserer bisherigen Reise und liegt „relativ weit“ vom Stadtkern „Old Chiang Mai“ entfernt. Dafür finden wir 16€ recht viel, im Vergleich zu dem was es sonst als Angebot  gibt. Aber mittlerweile sind wir super zufrieden. Wir fahren die letzten Tage nur mit dem Roller durch die Stadt. Ich kann mittlerweile schon alle Thai Taktiken beim Rollerfahren: Im Stau vordrängeln, Einbahnstraßen zählen nur für Autos, Stopschilder auch, die Vorfahrt wird durch Vernunft geregelt, was bedeutet: Roller ist der schwächste auf der Straße und passt besonders auf, aber auch die Autofahrer haben angst um Ihre Trucks! Gerade letzteres muss man sich mal im verkorksten Deutschland vorstellen :-)

Wir sind heute schon sechs Tage hier und Lisa beschwert sich gerade, dass wir nichts gemacht haben. Aber eigentlich finde ich, dass wir genau richtig gelebt haben. Heute z.B. 12 Uhr Flohmarkt, dann suche nach einem Elektronikmarkt bis um 2, kleiner Park in Old Chiang Mai mit anschließendem Fruchtshake im Cafe, 17 Uhr Essen mit unserer „Host Mum“ im „Homestay“ :D Jetzt ist es 20 Uhr und bald geht es ins Bett.

Für morgen haben wir eine Klettertour gebucht. Darauf freuen wir uns und hoffen gleich morgen etwas zum berichten zu haben.