Die Reise beginnt

Die letzten Tage mussten wir oft erklären, dass unsere Weltreise für uns schon am 3. August beginnt, wir aber nach unserer ersten Etappe  noch mal einen kurzen Aufenthalt in Frankfurt haben.

Für uns ist der Trip nach Österreich sowas wie der symbolische Start unserer langen Reise – Urlaub vor der bevorstehenden Weltreise hört sich einfach etwas zu dekadent an. :-)

Die letzten Jahre hatten wir mit dem Wetter, in Österreich, immer extrem Glück. Diesmal ist es vor allem Bewölkt, aber es ist ja nur eine Frage was man daraus macht.

Wolken Wilderkaiser

Die ersten Tage verbringen wir am Badesee und mit Pilze sammeln, aber für gestern hatten wir dann Großes vor. Eine Wanderung zum kleinen Törl.

Kleines Törl vom Going Badesee

Die meisten einfachen Wanderrouten am Wilden Kaiser kennen wir schon. Im Wanderführer mit Schwarz angegeben und absolute Trittsicherheit als Voraussetzung, haben uns schon Respekt vor unserem Ziel eingeflößt, aber wir können ja abbrechen, wenn es zu viel wird.

Eigentlich war für den ganzen Mittwoch schönes Wetter angesagt, bei unserem Start um 8 Uhr sah es auch noch danach aus. Es war weder zu heiß noch zu kalt – perfekt.

Zwischen 10-11 hatte uns aber der Hochnebel eingeholt und die Aussicht getrübt.

Wilder Kaiser Hochnebel

Wir hatten die ganze Zeit gehofft, dass der Nebel noch aufzieht während wir uns weiter vorarbeiteten. Die Route wurde  immer steiler und der Wanderweg entwickelte sich langsam zu einem schmalen Pfad mit tiefen Schluchten.

Kleines Törl Wilder Kaiser

Auch wenn keine Weitsicht drinne war, die Natur da oben ist einfach faszinierend.

Letztlich haben wir uns ca. 200 Höhenmeter vor unserem Ziel auf den Rückweg gemacht. Es war nicht klar ob sich die Anstrengung lohnt, da die Gipfel selbst komplett mit Wolken bedekt waren.

Aber der Weg ist das Ziel, es war einfach ein super Ausflug.

Am Freitag waren wir dann nochmal am Schleierwasserfall und haben die Kletterer beobachtet – bei Traumwetter.

UL554

Dieser Flug hatte es echt in sich. Mittags um 3:00 Uhr gestartet und um 5:00 Uhr morgens gelandet, dazwischen sehr wenig schlaf. Bevor wir die Reise nach Sri Lanka angetreten sind, hatten wir kein Hotel gebucht. Irgendwie hat uns keine Unterkunft in Negombo richtig gefallen (Stadt nahe Colombo Flughafen).

Morgens um 5:00 Uhr hat sich auch herausgestellt warum. Negombo ist keine Augenweide. Es hatte kaum ein Hotel geöffnet und die TukTuk- Fahrer sahen im halbdunklen nicht wirklich vertrauenswürdig aus. Das erste geöffnete Hotel, dass wir finden konnte wollte 65$ und war dafür noch besonders hässlich. Nach einem „OK, we come back later – maybe“ hatte er auch noch eine günstige alternative in der Nachbarschaft für uns – geöffnet ab 8 Uhr.

Dons Bitch

Dons Beach NegonboVielleicht kommt es auf dem Foto nicht wirklich rüber, aber einladend war hier wirklich nichts :-)

Eigentlich hätten wir es gleich wissen müssen in der zweiten Reihe, also weiter weg vom Strand fanden sich ein paar nette Unterkünfte. Beziehbar ab 8 Uhr. Drei Stunden warten… Uff…

Ocean View NegomboBis 15 Uhr haben wir erstmal tief und fest geschlafen.

Ocean View NegomboUnser sehr netter Hotel-Master-Chief empfahl uns: „explore Negombo on your own and don’t trust the guys that want to show you the citiy“.

Downtown sollte 15 Minuten zu Fuß entfernt sein. Nach einer halben Stunden laufen ohne interessante Aussichten,  entschieden wir uns für eine TukTuk Rundfahrt.

Das war letztlich eine super Idee, wir bekamen einen netten Eindruck der gesamten Stadt.

Negombo bietet wirklich interessante Kirchen, Buddhistische- sowie Hinduistische Tempel und auch Moscheen. Und alle Kulturen leben friedlich zusammen.

Den Fischmarkt hätten wir nicht am Nachmittag besuchen sollen. Lisa hat es gerade 10 Sekunden ausgehalten – der Gestank war wirklich extrem. Trotzdem sehr interessant zu sehen.

Um 18 Uhr bin ich absolut fertig ins Bett gefallen und wollte einfach nur schlafen. Lisa hätte gerne noch etwas die Stadt erkundet, aber ich wollte einfach nicht mehr. Kopfschmerzen, Haarspitzenkatarrh und „Rücken“.

Wach um 9:00 Uhr, wach um 12, wach um 2… Es war einfach eine dumme Idee so früh schlafen zu gehen. Wie will man so den Jetlack überwinden ? Um 5 Uhr morgens fährt der erste Bus nach Kandy. Den nehmen wir! Wir nehmen uns vor: Wir bleiben einfach wach…

Tatsächlich aufgewacht sind wir um 9 Uhr…. :-) Ab nach Kandy!!

Kandy!

Busticket nach Kandy im Voraus buchen? Gibt’s nicht. Nun standen wir um 11 Uhr wieder mit all unseren Sachen am Busbahnhof in Negombo. Unser Auftrag war , einfach hinten in der Schlange anstellen und warten bis man dran ist. Alle 30 min kommt ein Bus nach Kandy…

Voller Freude sahen wir, dass am Parkplatz Richtung Kandy keine Schlange war….was ein Glück…

Also wir in den Bus…oh zurück, erst mal wieder raus unsere Rucksäcke passen da nicht rein…

Beim zweiten Versuch wurden wir von lauter Indischer-Pop-Musik begrüßt(echt witzig! ;-)…. die auch die nächsten 4 Stunden laufen sollte…beim Platznehmen wurde das erste Mal so richtig deutlich, welch einen Größenunterschied es zwischen Europäern und Asiaten gibt…Die Busse sind nicht für unsere Größe gemacht… Patrick viel nicht nur wegen seiner Haarfarbe auf, sondern auch weil er locker alle mit einem Kopf überragte. Ab jetzt ging es schaukelnd, ratternd und vor allem hupend im stop and go nach Kandy….

Bus nach Kandy

Nur blöd, dass wir noch kein Hotel gebucht hatten, als wir ausstiegen, wollten uns ungefähr 200 Tuck Tuck Fahrer sonst wo hinfahren und wir wussten nicht wo hin mit uns – Negombo deja-vu- Das passiert uns nicht noch mal.

Nach dem wir bei dem ersten Tuck Tuck Fahrer wieder ausstiegen, weil er uns nicht dahin bringen konnte wo wir hin wollten, fanden wir zu Fuß  eine nette Unterkunft für die nächsten 2 Tage.

Aussicht auf KandyKandy ist wilder, lauter und hektischer als wir es uns vorgestellt haben, aber auf den zweiten Blick findet man unerwartet schöne Ecken.

Heute verbrachten wir den halben Tag im Botanischen Garten….welch eine Pracht! DerFrankfurter Palmen Garten kann einpacken :-)

Mehr Eindrücke von Kandy City, dem Buddha Tempel, Markt und dem Botanischen Garten findet ihr auf den Folgenden Bildern :-) Morgen geht es für uns ins Hochland nach Ella…

 

Angekommen

Eigentlich wollten wir von Kandy aus mit dem Zug nach Ella fahren, da wir bisher nur gute Erfahrungen mit Zügen gemacht haben. Leider sind bis September alle Tickets ausverkauft und die 3. Klasse völlig überfüllt. Das ist sehr schade, denn die Fahrt von Kandy nach Ella soll einer der Schönsten überhaupt sein.

Alternativ haben wir dann den Bus genommen, der sich über zwei Etappen gezogen hat- mit einmal umsteigen in Nuwara Eliya. Der Busbahnhof war echt wieder spannend. Wenn nichts auf Touristen ausgelegt ist, wird schon das finden des richtigen Busses zu einer schwierigen Aufgabe :-)

Im zweiten Bus haben wir dann noch eine nette Reisebegleitung für die nächsten Tage getroffen. Wenn man sich etwas unterhält vergeht die Zeit schon viel schneller…

Angekommen in Ella fühlten wir uns direkt wohl. Hier geht alles etwas ruhiger zu und die Stadt selbst ist mini.

Diesmal (oho…) haben wir unsere Unterkunft im Voraus gebucht und sind direkt dorthin gelaufen. Netter kleiner Raum und riesen Garten – Super. Die Hunde haben in der Nach zwar gebellt wie bekloppt, aber wir schlafen eh wie Steine…. Keeein Proobleeem :-)

Die Landschaft ist sau cool hier und es ist super geeignet um ein bisschen zu wandern. Alles Grün, das Klima nicht zu heiß und nicht zu kalt. Die letzten Tage haben wir einige Touren unternommen, mehr gibt’s wieder per Bild :-)

Bisher sind wir ziemlich durch Sri Lanka durch gerauscht und jetzt gefällt es uns in Ella richtig gut. Deswegen bleiben wir hier auch 3 Tage und nicht wie geplant nur 2.

Sri Lanka Ella Sun Rise

Aber trotzdem haben wir unsere Pläne spontan geändert und wir fahren morgen in den Yale National Park und machen eine Safari… Elefanten, Leoparden, Krokodile… Wir sind gespannt, was wir zu Gesicht bekommen… :-)