Aitutaki

Direkt nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug kondensiert die warm schwüle Luft an der Stirn. Die Langehose klebt an den Beinen und die Füße fangen in den Schuhen an zu glühen. Kurz vor unserer Landung in Raorotonga regnete es wohl und das Wasser verdampft von der heißen Landebahn. Sie riecht angenehm, die Südseeluft… Endlich wieder warm! :-)

Die Cook Islands, welche noch Teil von Neuseeland sind, bestehen aus einigen Inseln, die recht weit voneinander entfernt, im Pazifik verteilt liegen. Die größte der Inseln Rarotonga, wird Täglich von Neuseeland aus angeflogen, ist für uns aber nur ein kurzer Zwischenstopp auf unseren Trip nach Aitutaki. Mit einer kleinen Maschine geht es gleich weiter, obwohl es uns schon hier sehr gut gefällt.

Air Rarotonga AitutakiSchonmal sehr sympatisch war, dass am Flughafen von Aitutaki christliche Rebellen für ein Flugverbot an Sonntagen demonstrieren, gegen die Gewinne und so wie von Gott befohlen, steht auf den Plakaten! :-) Tracy, unsere sehr nette Hotelmanagerin, welche uns von vom „Flughafen“ abholte, bemerkte mit einem Schmunzeln, dass sich leider trotz der mehr als vier Jahre andauernden Proteste, nichts geändert hat. Die fünf Demonstranten sehen auch eher aus als halten sie ein Kaffeekränzchen, aber der Wille zählt! :-P

Wir hatten ja schon fast vor einem Jahr die Unterkunft hier gebucht und nun ist es endlich so weit, vorallem für Lisa, das ersehnte Ziel zu erkunden. Die „Matriki Beachhuts“ sind wirklich, das was wir uns unter einem richtig coolen Ort vorstellen. Super einfach gehalten z.B. mit geteiltem Bad.

Matriki Beach Huts ToilettenTrinkwasser gibt es nur vor der Tür, aber dafür feinstes Südseeregenwasser! Das könnte man bestimmt für ein haufen Geld in Deutschland verkaufen! ;-)Trinkwasser Aitutaki Matriki Beach HutsDie Zimmer sind schön mit kleiner Küche, aber der Blick von unserem Balkon ist 1a!

DSC00643 DSC00592Dann gäbe es noch den Strand und vor allem das Meer, welches mit seinen verschiedenen Türkiestönen maximal beeindruckt!DSC00594  DSC00576Die ganze Insel liegt ja quasi auf der Spitze eines riesigen Vulkans. Das Meer außerhalb der Lagune ist bis zu 3000 Meter tief, aber innerhalb ist die tiefste Stelle vielleicht vier Meter.

Das ist Honeymoon Island, im selben Riff gelegen wie Aitutaki
Das ist Honeymoon Island, im selben Riff gelegen wie Aitutaki

Von den vielen Orten die wir bisher gesehen haben, ist Aitutaki wohl einer der schönsten und das hängt nicht nur mit der oberen Schwärmerei zusammen. Es ist wirklich schwer zu sagen, was es genau ist. Nie hat mich wirklich Unordnung oder Schmutz in Asien gestört, aber hier ist es so aufgeräumt, das wirkt fast schon heimatlich prüde! Der rasen aller Häuser hat einen 5 Millimeterkurzhaarschnitt, gestutzte Kokosnusspalmen in Reih und Glied und Hibiskussträucher als lose Grundstücksbegrenzer. Außerdem wirkt die Insel absolut untourisisch, obwohl am Tag vier Flieger auf der Insel landen. OK bissi Dick sind sie alle die Südseemenschen, aber darüber kann man (meistens) hinwegsehen.

Unser „low budget“ wird bei den 99 NZD pro Nacht schon schmerzhaft verletzt und so war für unseren Aufenthalt auf der Insel selbst Kochen angesagt. Aber auch das war hervorragend! Mit dem Roller von Shop zu Shop, jeder hat etwas anderes aus seinem Garten zu bieten und am Ende steht schon fast die Mahlzeit.

DSC00577 DSC00626Der Nachbargarten mit kleinem „Shop“ hatte jeden zweiten Tag viel zu bieten. Wir probierten auch zum ersten mal ausgiebig Sternfrucht z.B. im Fürhstücksporrige. Aber die absolute Nummer Eins ist und bleibt Passion Fruit / Passionsfrucht / MaracujaDSC00771Es ist zwar gerade Regenzeit und es regnete fast jeden Tag (sehr kurz), aber dafür war alles schön grün und es blühten die Blumen an jeder Ecke. Ich hatte schonmal in Myanmar geschrieben, dass ich gedacht habe, in Asien mehr Blumen zu sehen. Meistens war alles eher in einheitlichen Grün gehalten. Aber hier ist es schon besonders bunt.

Das ist Ingwer!!
Das ist Ingwer!!

DSC00863 DSC00862 DSC00856 DSC00854 DSC00843Für ein richtiges Südseefeeling dürfen natürlich die Kokosnüsse nicht fehlen. Bei Matriki darf man sich quasi frei bedienen und uns wurde gezeigt, wie wir die Teile schälen, trinkfertig machen, öffnen UUUUND eigene Kokusnussmilch herstellt!

Ein dünnes Stück der Rinde ganz nah am inneren festen Kern aufspießen
Ein dünnes Stück der Rinde ganz nah am inneren festen Kern aufspießen
Quasi die innere Kokusnus abrollen und damit die Schale abreißen
Quasi die innere Kokusnuss abrollen und damit die Schale abreißen
Bis sie ganz naggisch is! ;-)
Bis sie ganz naggisch is! ;-)
Die Kokunus hat am oberen Ende drei kleine Löcher. Die drei Löcher liegen auf unterschiedlich großen Dritteln, in die eine Kokusnus aufgeteilt ist. Jedenfalls ist das Loch auf dem größten Drittel durchgängig! :-)
Die Kokunus hat am oberen Ende drei kleine Löcher. Die drei Löcher liegen auf unterschiedlich großen Dritteln, in die eine Kokusnus aufgeteilt ist. Jedenfalls ist das Loch auf dem größten Drittel durchgängig! :-)
Zum Aufteilen nimmt eine mindestens 1 Meter lange rostige Machete und gibt mit der stumpfen Seite kurze feste hiebe auf den Mittelteil.
Zum Aufteilen nimmt man eine mindestens 1 Meter lange rostige Machete und gibt mit der stumpfen Seite kurze feste hiebe auf den Mittelteil.
Es ist so einfach die Nuss zu öffnen! Das hätte ich nie gedacht. Ich brauch definitiv eine rostige Machete!
Es ist so einfach die Nuss zu öffnen! Das hätte ich nie gedacht. Ich brauch definitiv eine rostige Machete!
Wenn man das Fruchtfleisch nicht isst, lässt es sich reiben und ganz geschmeidig ausdrücken. Fertig ist die Kokusnussoße
Wenn man das Fruchtfleisch nicht isst, lässt es sich reiben und ganz geschmeidig ausdrücken. Fertig ist die Kokusnusssoße

Es gibt so viel zu erzählen aus 6 Nächten Aitutaki und alles könnte noch weiter ausgebreitet werden, aber bevor ich jemanden langweile noch kurz die ultimative Schnorcheltour in Bildern!

 

8 Gedanken zu „Aitutaki“

  1. OH MEIN GOTT ….was für wunderschöne Bilder,da fehlen mir glatt die Worte…und dass passiert selten.“zwinker“ .Wünsche euch noch weiterhin so schöne Erlebnisse. LG GELI

    1. Ja dir und Worte fehlen! Darauf trinken wir mal einen :-P

      Von schönen Dingen macht sichs ganz einfach schöne Bilder… Das liegt am Model :-P

      Viele Grüße zurück!! :-))

  2. Super Gegend – und wenn man die Fische mit der Hand fangen kann, das Gemüse in Nachbars Garten erntet und die Nüsse vom Baum fallen fehlt ja wirklich nur die rostige Machete (da schau ich gleich mal im Keller nach ob ich sowas nicht finde). Sehr schön habt ihrs gehabt – und tolle Bilder – aber vermutlich ist nicht genug Platz dort für alle :-) und deshalb musstet ihr wieder raus aus dem Paradies :-|
    Viel Spaß jetzt bei den Amerikanern B-)
    Liebe Grüße, hug and kiss von Moni und Dieter

    1. Patrick: Hast du was im Keller gefunden? Ich glaub durch den Zoll würden sie mich nicht lassen. Du hast doch jetzt Kontakte zu denen…

      Lisa: Ja man mag es kaum glauben aber diese hübsche Insel ist nicht dicht bebaut, für ein kleines Häuschen wäre da vll sogar noch Platz. Aber wir hatten ja schon einmal umgebucht..
      Alles liebe aus dem verrückten LA.

  3. Ja die Cook Inseln können gut mit den Phils mithalten ;-) Wunderschön!
    Und Macheten gibt es an jeder Ecke, wenn Du eine brauchst, Sweetie kommt in 3 Wochen wieder zurück und kann Dir eine mitbringen….ohne Kokusnuss :-)

    Viel Spaß auf der anderen Seite unserer „noch“ schönen Erde.
    Gruß
    Papa

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