LA (Long Beach)

Von Aitutaki mit absolut entspannten 1800 Einwohnern ging es mit einem Nonstop Flug in die riesen Metropole Los Angeles, die knapp 4 Millionen Einwohnern hat.

Wie man es sich immer erzählt, wurden wir ziemlich unfreundlich an der Grenzkontrolle begrüßt. Ein grimmig dreinschauender Beamte mit spanischem Aussehen saß am Schalter. Mit ein Paar genuschelten Wörten fing er an uns Fragen zu stellen. Sorry, aber wir verstehen Sie so nicht. Ok, also ob wir ein Paar wären, wollte er wissen, wie lange wir schon zusammen sind, ob wir zusammen wohnen. Zwischen durch mussten wir noch unsere Fingerabdrücke abgeben. Dann weiter. Wo wir gerade her kommen. Wie lange wir in den USA bleiben. Was wir hier machen. Wo wir wohnen… und dann….wohin wir weiter fliegen. GUATEMALA. Er dann: „are you crazy? you know how dangerous this is??“… Patrick meinte darauf hin, das er hörte ,dass LA auch nicht grade die sicherste Stadt sei. Er erwiederte, dass sie hier unglaublich viel Polizei hätten und deswegen ist es hier total sicher. Mhh ok.. dann fragten wir ihn noch wo er her komme und seine Antwort war USA. Patrick fragte weiter und deine Eltern? Er:“Meine Eltern kommen aus EL Salvador“. Patrick:“ Warst du schon mal dort?“ Er:“ Ja vor 25 Jahren“…..dann schaute er mich eindringlich an und noch mal auf mein Bild auf dem Passport und sagte: „Dein Gesicht hat sich verändert, bist du jetzt verängstigt? “ Ich: „Nein, bin ich nicht.“Damit beendeten wir unsere unangenehme Konversation.

Na gut, dann nahmen wir den Zug in die Innenstadt und bemerkten schnell, dass wir die einzigen Touristen waren. Wir waren umgeben von echten (mögchtegern) Gangstern. Die Meisten mit Tattoos auf den Armen die erst am Hals oder im Gesicht endeten. Einige mit unfreundlich aussehenden Hunden und andere, die Aussahen als hätten sie schon einiges über ihren Tee getrunken – am frühen Morgen. An jeder Station steht Sicherheitspersonal.

Wir dachten es würde 45 Minuten dauern, aber wir brauchten am Ende 4 Stunden und mussten 2 Mal aus dem Zug in einen Bus wechseln, bis wir an dem Kaffee ankamen, indem wir uns mit Dianne trafen.

Dianne ist die Dame bei der wir in LA wohnten. Sie hat ein wirklich schönes Haus welches 1908 gebaut wurde und immer noch in diesem Stiel eingerichtet ist. Bevor es aber zu ihr Nachhause ging fuhren wir noch ein wenig durch die Stadt und lernten den Hafen von LA und ein paar nette Straßen, in denen es Bars und Restaurants gibt, kennen.

Haus in LA

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, die Straßen mit dem Fahrrad zu erkunden, in Kaffes zu verweilen in denen wir super Törtchen auf meinen Geburtstag aßen. Die Promenade am Strand ist ewig lang und man kann quasi ohne anzuhalten die halbe Stadt abfahren.

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Ein Tag lang nutzen wir den großen Garten von unserem Gasthaus und verbrachten die meiste Zeit mit lesen und Recherche  für die ersten Tage in Guatemala und noch einmal bekamen wir eine kleine Stadtrundfahrt mit Dianne die zu jeder Ecke in Long Beach eine Geschichte kennt.

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Am letzten Tag mieteten wir uns ein Auto, was mehr Aufwand und Zeit in Anspruch nahm als wir dachten, aber gegen 10:30 saßen wir dann in der Kiste und fuhren Richtung Hollywood. Es dauerte nicht lange da fuhren wir nicht mehr sondern standen. Etwas genervt kamen wir dann am Sunset Blv. an und wunderten uns wo hier die Attraktion sein soll und ob wir was übersehen. Leider nein. Der Walk of Fame mit den Sternen auf dem Boden ist wohl das spektakulärste was man hier zu sehen bekommt und auch das ist etwas langweilig…

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Dann düsten wir noch kurz durch Beverli Hills und danach entschieden wir uns den bekannten Venice Beach anzufahren.

Hier würde ich sagen, haben wir schon um einiges schönere Strände mit Kaffes und Bars gesehen, aber immerhin ist es hier belebt und es gibt einige Straßenkünstler die etwas zu bieten haben. Zu guter Letzt suchten wir noch nach der berühmten Muckibude am Strand in der Arnold Schwarzenecker seinen Körper in Form brachte. Wir fanden sie, ein paar uralte Eisen und Geräte, dick umzäunt und zwei unspektakuläre Mennekin turnten herum.

Jetzt mussten wir auch schleunigst Richtung Long Beach zurück da unser Flieger noch heute Nacht nach Guatemala City ging. Wieder stellten wir uns in einen mega Stau, schafften es aber noch pünktlich zurück.

4 Tage LA sind vorbei, wir hatten eine gute Zeit und es gibt auch ein paar wirklich schöne Ecken aber nochmal müssten wir jetzt nicht in diese riesen Stadt zurück.

2 Gedanken zu „LA (Long Beach)“

    1. Es haben sich alle Klischees bestätigt, bis auf Kriegführen können sie NIX … :-P

      Wir fühlen uns jetzt viel wohler in Guatemala!! Aber hier trifft man auch die GUUUTEN Amerikaner, es gibt es also doch :-P

      Ps: Sitzen mit Amis am Tisch ;-)

      Grüße!!

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