Lago Atitlan

Von unserem Endziel der Trekking Tour, haben wir im Vornherein schon viel gehört und vor allem gutes. Wir waren sehr gespannt darauf zu sehen, was den Lago Atitlan so einzigartig machen soll. Unsere Wanderung endete in dem Ort San Pedro am See, der einer der Hauptpartyorte in Zentralamerika zu sein scheint. Gerade nach der dreitägigen Wanderung suchen wir eher nach etwas ruhigen und entspannten. Wir haben gerade noch eine Empfehlung bekommen, dass San Marcos sehr entspannt ist, aber voll von „Hippies“, die „den Ort unecht wirken lassen“. Aber egal ab dafür!!

DSC01338Normalerweise mache ich „leben und leben lassen“ zu meinen Idealen, aber manchmal muss man einfach ab lästern, gerade wenn es lustig ist! ((-:

Also rund um den See sind einige (14?!) kleinere Ortschaften und die beste Verbindung zwischen ihnen sind kleine Boote. Als wir nun unser Boot nach San Marcos bestiegen, bekamen wir direkt mal einen richtigen Hippievorgeschmack. Da liegt also am Bug unseres Bootes so ein zotteliger Typ mit seinen Füßen über die Reling geworfen und Kopf nach unten hängend, sein Bauchnabelpiercing und Fußkettchen in die Sonne haltend, aber wäre das nicht schon genug, spielt er auf seiner hölzernen Elfenflöte vor sich hin (!). Ich bin ja kein Musikexperte, oder besonders musikalisch, aber eins weiß ich, noch nie habe ich jemand schlechter Flöte spielen hören…. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mich gefreut, als der Bootsführer Rihanna aufgedreht hat. Ich konnte genau erkennen, was sich die Guatemalteken gedacht haben „Die spinnen die Gringos“ :-)

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Eins noch dann ist es auch wieder gut… Welche verdammte Message verfolgen diese Typen, wie man sie sowohl in Asien als auch hier trifft?? Ich meine anders sein ist ja wunderbar, aber hier geht es doch darum maximal aufzufallen und zwar damit anders zu sein. Wie Haare Grün färben, aber ohne Message??!

Ok, San Marcos ist wirklich sehr touristisch, was hier bedeutet, dass Hotel neben Hotel gebaut wurde. Wir finden relativ schnell einen schönen Ort mit kleinem Garten und wollen erstmal die Füße hoch legen. Wir hören aber schon die ganze Zeit laute Musik – es ist San Marcos Tag, wie wir erfahren. Gerade haben wir auf dem Markt eingekauft und uns eingerichtet, als zum ersten Mal ein guatemaltekischer Böller abgeschossen wurde. BOOOOOOOOOOOMMMMM!!!!! Ich glaube viel Lauter kann eine Bombe nicht sein :-O Es gab Schläge, das kann man kaum glauben, bevor man es nicht selbst gehört hat. Und leider ging das die GANZE Nacht weiter, ohne auch nur einmal zu stoppen, dass diese Bomben in unregelmäßigen Abständen gezündet wurden. Dazu wurde Live Salsa gespielt und zwar ebenfalls 24 Stunden o laut das man es im gazen Dorf hören konnte. Die wissen wie man Party macht!! (-: Wir erfuhren, das jedes Dorf am See, seinen Namenstag feiert und sage und schreibe 5 Tage lang….

DSC01334Wir wollten doch aber entspannen… und zogen deswegen weiter. Nach Santa Cruz sollen wir gehen, wurde uns von der Hotelbesitzerin empfohlen… also los gehts!! ;-)

Santa Cruz ist einfach mini mini…. Es gibt drei Hotels am Wasser, kein einziges „local“ Resturant und nach einer Nacht entscheiden wir uns den Lago Atitlan schon wieder zu verlassen. Es gäbe bestimmt noch andere Orte am See, die interessanter wären als die drei mega touristischen, die wir zu sehen bekommen haben. Viel kann man hier aber auch einfach nicht machen…. Saufen in San Pedro, Yoga in San Marcos und Wandern überall, aber das hat sich für uns erstmal erledigt… :-)

DSC01337Leider wurde die Sicht auf den See während unseres gesamten Aufenthaltes durch eine dicke Nebelwand versperrt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es hier wirklich schön ist, aber mit vielleicht 30 Meter Sichtweite, sieht es aus als wären wir am Meer und nicht an einem See mit schönen Bergen herum. Wir haben den See schneller verlassen als erwartet, dass liegt auch daran das unsere Erwartungen definitiv nicht übertroffen wurden.

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