Mompos

Im Küstenort Carpugena, den letzten Stopp unserer Bootstour, wurde uns angeraten „auf dem Weg“ nach Cartagena einen Stopp in Mompox einzulegen. Die Stadt wurde gerade erst frisch renoviert und soll in Zukunft eine wichtige Rolle im Tourismus von Kolumbien spielen.DSC03195Insider-Geheim-Tipps sind immer willkommen und wir machen uns auf den Weg. Von Capurgena geht es mit dem Boot nach Turbo und direkt am Boot werden wir von allen Seiten belagert und beschwatzt.. Bus hier Bus da, habe Auto, habe Taxi blabla… Wir wollen die Busstation auf eigene Faust finden und vertrauen niemanden der so schreit, aber die Jungs folgen uns durch die ganze Stadt. Regelmäßig bekommen wir falsche Tipps, wahrscheinlich um irgendwo Provision zu kassieren, aber wir managen es total verschwitzt auch alleine zur Station – schon aus Prinzip.

Es zeigt sich langsam, dass Mompox nicht wirklich auf dem Weg liegt und wir müssen viel zu oft den Bus bzw. das Boot wechseln und dabei treten die Kolumbianer an den Busstationen weiter sehr unangenehm auf… Lisa hofft schon, dass es so nicht bleibt. Erinnerungen an Sri Lanka werden wach :-)

DSC03389Ein gutes Beispiel für die Situation, sind die leicht bekleideten Mädels in ihren kleinen Läden mit Snaks, Getränken usw., die von allen Seiten versuchen unsere Aufmerksamkeit zu bekommen, und zwar bedienen sie sich dabei einem gelispelten Ton zwischen Zunge und Zähnen wie „tzzztzzztzz“. Bei ca. 10 Läden klingt das dann wie ein kleines Konzert.

Vorerst sind wir aber in Sincerlejo, einen alles andere als attraktiven Ort gefangen, weil Lisa, Mailen und Patrick (nicht ich) – diese mögchtegern Piraten – extreme Verdauungsprobleme haben. Den ersten Tag kommen sie kaum aus den Zimmern, den zweiten nur kurz um Tomatensuppe zu löffeln. Währenddessen bin ich auf mich alleine gestellt und erkunde die Bahnhofsregion. Die haben ja immer einen schlechten Ruf, aber hier werden alle Klischees bedient… :-) Als ich nach dem Weg zum Markt Frage, wird mir Koks in Einkaufstüten angeboten, am Abend kloppen sich die Taxifahrer. Es gab immer was zu erzählen :D

Nach zwei Tagen „Rast“ arbeiten wir uns weiter vor um letztlich über Boot -> Bus -> Bus -> Boot -> Taxi an unserem Ziel anzukommen. Mompox liegt definitiv mal NICHT auf dem Weg…. -.-

Dafür ist Mompox aber wirklich ein echter Geheimtipp, nicht viele Gringos sind neben uns in der Stadt zu finden. Mompox MombosMompox war vor vielen Jahren mal eine sehr wichtige Hafenstadt für die Spanier, da sie so weit im Innland liegt, dass sichergestellt war, dass keine Piraten so weit vordringen können. Die Stadt hat viele imposante Kirchen und Bauwerke, die aber aktuell eher untergehen in dem gewöhnlichen Altagsleben der einheimischen Kolumbianer.DSC03211

DSC03257Schon am nächstens Tag ist das erste Spiel des Copa Amerika, quasi das Gegenstück zur EM in Süd Amerika, Kolumbien gegen Venezuela. Wir suchen uns eine schöne Einheimischenbar und erwarten das gewonne Spiel anständig feiern zu können. Leider ist das kolumbianische Team der Meinung verlieren zu müssen… Das tut der Stimmung vor Ort keinen großen Abbruch und wir kommen trotzdem zu unserem Bier.DSC03207

DSC03206Zum Glück ist das Spiel schon am Mittag und wir kommen früh ins Bett, denn für den nächsten Tag war unsere Bootstour rund um Mompox geplant. Seitdem Lisa durch die jagdt auf den Quetzal quasi zur Vogelliebhaberin geworden ist, legte sie sich gleich wieder auf die Lauer und hat einige gute Bilder geschossen.DSC03311

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Wo ist die Schlage?

Wo ist die Schlage?

Nach drei Nächten reicht es uns dann auch mit Mompox. Es ist eine interessante Stadt, aber irgendwo auch sehr gewöhnlich. Wer gerne „Off the beaten tracks“ unterwegs sein möchte, ist hier genau richtig.

 

3 Gedanken zu „Mompos“

  1. Jetzt habt ihr mich und auch Omi, gut reingelegt……vornwegen Schlange…..nix außer Blätter ist auf den Foto zu sehen….. :-)

    1. Da müsst ihr aber nochmal genau schauen. Habe die Schlange extra in die Mitte gemacht… Aber die sie ist wirklich gut versteckt :-)

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