Chachapoyas Teil 1

Auf Anhieb, vielleicht das Beste Hostel Perus entdeckt. Das Backpackers Chachapoya!

Es liegt nur einen Block vom Plaza de Armas entfernt, in einem unscheinbaren Haus. Auch von Innen, ist es kein außergewöhnliches Gebäude ABER es wird außergewöhnlich gut geführt. Die peruanische Familie die das Hostel seit 3 Jahren betreibt und mit der ganzen Familie auch dort tagsüber lebt, gibt sich die größte Mühe, einem einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Dazu kommt, dass der Mann der Familie Jose früher einmal ein Guide war und sich total gut in der Gegend auskennt und somit einem unglaublich viele gute Tipps geben kann. Es gibt eine große immer saubere Küche in der sich alle Reisenden treffen, kochen und Geschichten austauschen. Auch die Zimmer sind unschlagbar für den Preis. Wir haben ein nettes kleines Doppelzimmer, welches wir auch nicht so schnell mehr hergeben ;-) Zu mindestens für die nächsten 8 Tage nicht. ( S.40 pro Nacht)

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Am ersten Morgen entscheiden wir uns für eine kurze Tour für den Start. Wir machen uns auf den Weg zum Culpa Canyon in Huancos, nur 15 Minuten mit dem Bus aus der Stadt entfernt.

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Zwei Stundenlang schlendern wir auf dem Pfad, direkt an der Kante des Kraters entlang.

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Am Nachmittag erzählt uns unser Hotelbesitzer von einer Feier in der Nähe der Stadt. Nichts wie los. Es gibt einen Shuttleservice der einen gradewegs dorthin kutschiert. Um das Feldherum gibt es zahlreiche Buden die alle Cuy anbieten. Meerschweinchenbraten darf an so einem Tag nicht fehlen. Ich entscheide mich für das Gericht nur ohne Fleisch.(S.3)

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Reis. fritierte Banane, Kartoffeln, eine Mischung zwischen Popkorn und Mais und Tomaten…lecker

Auf der Bühne spielt eine Boyband, die wirklich alles gibt von Tanzeinlagen bis Solos auf der Gitarre. Aber nach 2 Stunden haben wir dann doch genug, da jedes Lied sich gleich anhört und es zu laut ist um sich zu unterhalten. Zu trinken gibt es selbst gemachten Zuckerrohrwein, was uns sehr an Apfelmost erinnert. Nach dem ich einmal, das einzig vorhandene Klo nutzen muss was es auf dem gesamten Festgelände gibt, bin ich sehr froh, dass wir von einem Collectivo zurück in die Stadt gebracht werden.

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Am darauffolgenden Tag ist geplant Revash zu besuchen. Was sich genau dahinter verbirgt, dazu später mehr. Mit dem Colectivo dauert es eine Stunde bis wir an einem kleinen Dörfchen rausgeschissen werden. Wir fragen wann der letzte Bus fährt. Um drei Uhr. Ok, dann müssen wir uns etwas sputen. Wir hoffen auf ein TukTuk was uns bis zum Anfang des Trecks bringt, aber in diesem verschlafenen Dörfchen ist weit und breit kein befahrbarer Untersatz zu sehen und somit müssen wir die 4 km bis zum eigentlichen Start laufen. Glücklicherweise sind in der Karte die wir auf dem Handy haben, ein paar Abkürzungen eingezeichnet. (Mapsme)

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Die Umgebung ist super schön und der Beginn des Wanderweges wird durch einen Fluss eingeleitet.

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Es geht steil nach Oben, wir machen immer wieder kurze Pausen. Es ist kein Ziel in Sicht und bald ist es drei Uhr. Wir entscheiden uns, uns nicht zu hetzten und später am Straßenrand auf eine Mitfahrgelegenheit zu warten. Nach etwas 2.5 Stunden erhebt sich eine Felswand vor uns und in der Ferne sehen wir, dass Häuser in den Fels gebaut sind.

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Das ist Revash, keiner weiß genau was die Menschen dazu gebracht hat, so einen Aufwand zu betreiben um ihre Verstorbenen zu bestatten. Aber eins weiß man ganz sicher, wenn man oben an den Hüttchen angekommen ist, sie haben ihren Geliebten ein wunderschönes Plätzchen in mitten der Natur gesucht. Mit einem wunderbaren Ausblick!

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Auch beim Abstieg haben wir nicht mehr Glück und müssen den gesamten Weg zu Fuß zurücklegen. Gegen 4:30 Uhr und 18 Kilomentern, kommen wir an der nur wenig befahrenen Straße an. Guter Dinge halten wir bei jedem Auto was vorbei kommt den Daumen raus. Nach einer Stunde scherzeln wir, das wir uns vielleicht für die Nacht was in dem Dörfchen suchen müssen. Um sechs Uhr scherzen wir nicht mehr sondern fragen die Bewohner, die vor ihren Häusern sitzen, die gleichzeitig einen kleinen Shop darstellen, ob wir hier uns ein Taxi besorgen können. Sie verneinen und meinen wir müssen ins nächste Dorf laufen und dort nachfragen. Also machen wir uns an der Straße entlang auf den Weg zum nächsten Ort. Dabei begleitet uns ein ziemlich betrunkener Feldarbeiter der uns unbedingt den Weg zeigen will und Patrick nach etwas Geld fragt. In dem Dörfchen angekommen gibt es kein Taxi aber einen netten Mann der uns für S.80 zurück fährt. Nach vielleicht 20 Minuten Fahrt macht er eine Vollbremsung und schimpft auf Spanisch. Wir fragen was los sei. Er habe seinen Führerschein nicht dabei und ohne kann er uns nicht in die Stadt bringen. Oh nein! Alles wieder zurück… Gegen 8 Uhr betreten wir total verschwitzt, hungrig, müde und echt geschafft unser geliebtes Hostel…. Fotsetzung folgt

4 Gedanken zu „Chachapoyas Teil 1“

  1. Ob mein Gott…..zum Glück seit ihr so fit und solche Tage vergisst man im ganzen Leben nicht mehr :-)….freue mich auf den 2. Teil.

    1. Ja, das war wirklich ein Erlebnis! Wir hätten nie gendacht, dass uns keiner mit nimmt….aber am Ende ging ja alles gut aus und wir hatten etwas zu berichten ;-)

  2. Oh wei! Zum Glück musstet ihr nicht in einem der Revash-Häuschen übernachten!! *grusel* hatte ich erst befürchtet… :O

    1. …haha…da hätte ich kein Auge zu gemacht. Wir hatten schon überlegt, das wir fragen ob einer der Familien ein Zimmer/Bett für uns zur Verfügung hat.

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