Cusco, Ollantaytambo und Matchu Picchu

Wenn es nach Lisa gegangen wäre, hätten wir die ganze Region um Cusco samt Matchu Picchu ganz auslassen können und auch meine Motivation, nach fantastischen zwei Monaten im recht unberührten Norden Perus, hielt sich in Grenzen. Aber Machu Picchu, die Königsstadt der Inka, wird eigentlich von jedem, der den Ort live gesehen hat, als etwas ganz besonderes beschrieben.

Also entscheiden wir uns, Peru nicht ohne dieses Highlight zu verlassen. Da zwischen Lima und Cusco aber 22 Stunden Busfahrt liegen und wir nur noch ca. eine Woche Zeit haben, bevor es für uns nach Brasilien geht, entscheiden wir uns erneut zu fliegen (1 Stunde).

Cusco

Cusco liegt in einer Talsohle, die trockenen Berge herum erinnern an Cordillia Negra in Huaraz. Die Trockenheit ist auch ein Grund, weshalb wir uns für eine Reise im Norden entschieden haben. Trockenheit ist auf Dauer wenig abwechslungsreich. DSC05370

Die Stadt liegt auf knapp 3500 m und als wir aus dem Flugzeug steigen, merken wir die Höhe viel deutlicher als in Huaraz. Mir zieht die Lunge nach drei Treppenstufen als hätte ich einen starken Husten und renne einen Marathon. Lisa hat ein wenig Kopfschmerzen. Aber wir machen den ersten Tag ganz langsam, weil wir wissen was passieren kann. Später sitzen wir in einem Resturant und eine Französin, die wir gerade kennengelernt haben und sich zu uns an den Tisch gesetzt hatte, fällt mir mitten im Gespräch ohnmächtig in die Arme. Deftiges Essen mit Pisco Sour (Alk) nach einer Stadttour am Vormittag, waren wohl zu viel für den Kreislauf. DSC05388

Die Altstadt von Cusco ist wirklich schön und nett aufbereitet. Es wimmelt nur von Touristen und Aussteigern (weil hier total die gute Energie ist ;-), aber das kann auch Vorteile haben. Zumindestens kulinarisch wird es mal abwechslungsreicher, aber auch teuer. Ollantyntambo

Nach zwei Tagen geht es für uns weiter nach Ollantyntambo im Heiligen Tal, hier sollen die Energien noch besser sein, aber wir können immer noch nichts spüren. Dafür ist die Stadt für mich einer der schönsten in Peru. Die kleinen Gässchen mit den Eingebohrenen und ihrer traditionellen Kleidung. Alle Häuser stammen noch aus der Inkazeit. DSC05456

Aussicht aus unserem typischen Inka Haus ca. 500 Jahre alt
Aussicht aus unserem typischen Inka Haus ca. 500 Jahre alt

Das Dörfchen könnte perfekt sein, wenn nicht die einzige Straße nach Matchu Picchu durch sie durch führen würde. Ab 9 Uhr rasen riesige Reisegruppen mit Bussen durch die kleine Stadt.

Auf der einen Seite des Ortes, liegt dazu noch eine bekannte Inka Ruine, für die Eintritt zu zahlen ist und die von hunderten bunter kleiner Armeisen besiedelt ist? Zu mindestens scheint es so, von der anderen Seite der Stadt, auf der ebenfalls Ruinen zu besichtigen sind – aber kein Eintritt zu zahlen ist. Die Aussicht auf die Stadt und Tal sind die kleine einstündige Wanderung wert! DSC05451

Ollantaytambo

Wir müssen für unsere Verhältnisse recht schnell weiter, denn die Zeit rennt. Vorerst erweist es sich aber super schwer von Ollantaytambo einen Bus richtung Machu Picchu zu organisieren. Unser Taxifahrer versetzt uns, die ersten Busse haben keinen Platz. Aber wir bekommen es doch letztlich noch geregelt und bekommen die 6 Stunden Fahrt für 45 Solen pro Person. Busfahrt Machu Pichu

Für Machu Pichu gibt es zwei offizilelle Wege. Nummer eins ist 130 USD für ein Hin- und Rückfahrticket per Zug zu zahlen. Abgedreht viel, wenn man sich die Verhältnisse in Peru anschaut – zum Glück können Peruaner Sonntags kostenfrei fahren. Weg Nummer zwei, man kann für noch viel mehr Geld den Inka Trail laufen (4 Tage), oder einen freien Wanderweg wählen.

Wir versuchen uns auf dem eigentlich inoffiziellen Weg per Bus und zwei Stunden Wanderung. Dazu sind eben 6 Stunden Busfahrt über teils unasphaltierter Straße und zwei Stunden Wanderung, entlang der Zuggleise des Matchu Pichu Express, nötig. DSC05473

Wanderung zu Machu Pichu mit Bus

Rund macht die ganze Sache noch, dass man um drei Uhr die Wanderung beginnt und es spätestens um 6 Uhr dunkel wird. Wir laufen recht schnell, weil wir keine Lampen habe. Langsam braucht man für den Weg mindestens 2,5 – 3 Stunden.  Wer uns kennt, kann sich vorstellen, was wir von der ganzen Organisation halten… Es handelt sich hier immerhin um die größte Attraktion im Land und bestimmt einer der größten von Südamerika…

Zum Glück ist der Wald durch den die Wanderung führt wirklich cool. Das half unserer Motivation.

Eigentlich würde ich im Nachhinein sowieso sagen, dass für mich die größte Attraktion an Machu Picchu die Landschafter drum herum ist. Spitze grünbedeckte Berge. Gerade beim Sonnenaufgang am Morgen sehr schön.

DSC05495
Erstmal muss man sich aber anstellen…
Danach durchwoschteln...
Danach durchwoschteln…
Um anschließend sein Postkartenfoto zu schießen...
Um anschließend sein Postkartenfoto zu schießen…
Die Berge zur anderen Seite sind zum Glück unbeobachtet :-)
Die Berge zur anderen Seite sind zum Glück unbeobachtet :-)

Der Rückweg ist natürlich ähnlich „aufregend“, aber wir legen nochmal einen Stopp in Ollantaytambo ein. Wir haben eine Empfehlung bekommen uns einen Inka Pool, auf der anderen Flusseite anzuschauen.

Über die Inka Terassen...
Über die Inka Terassen…
Vorbei an kleinen Eseln (eh cooler als Pferde)...
Vorbei an kleinen Eseln (eh cooler als Pferde)…
Finden wir den Ort nach unserem Geschmack...
Finden wir den Ort nach unserem Geschmack…

Wie immer wenn wir etwas gebucht haben, war es am Ende verkehrt. Wir hätten doch noch ein paar Tage in der Region verbringen können. Aber so ist es auch ein guter und positiver Abschluss für Peru… byby!! :-)

Aber andererseits freuen wir uns, auf warmes Wetter in Brasilien. Null Grad in der Nacht ohne Heizung sind schon kalt…. Ufff :-)

 

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